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Anlässlich des Auftaktes der WOCHE DER PFLEGENDEN ANGEHÖRIGEN hat Sozialsenator Czaja einen „Maßnahmenplan pflegende Angehörige“ veröffentlicht, der nebenstehend als Download abrufbar ist. Ziel ist es, das Unterstützungssystem für pflegende Angehörige bedarfsgerecht weiter zu entwickeln und zu vernetzen. Der Maßnahmenplan wurde von der Fachstelle für pflegende Angehörige (FSpA) gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales sowie weiteren Beteiligten erarbeitet. Er bietet einen Überblick über den aktuellen Stand des Unterstützungssystems und beschreibt den Handlungsbedarf. Hierfür identifiziert dieser 19 Themenbereiche, gegliedert nach den vier Handlungsfeldern Anerkennungskultur, Beratung, Information und Öffentlichkeitsarbeit sowie Alltagsunterstützung. Der Maßnahmenplan soll die Zusammenarbeit und Vernetzung der Akteure erleichtern und eine Arbeitsgrundlage bieten, um die Entwicklung in den Handlungsfeldern in Zusammenarbeit mit den jeweils beteiligten Akteuren voranzutreiben und zu steuern.

Beachtenswert sind dabei auch die Aussagen zu Mobilitätshilfediensten und Pflegestützpunkten sowie mittelbare Bezüge zum Diskussionspapier „80plus“ (x. nebenstehend verknüpfte Artikel)

Weitere Informationen der Senatsverwaltung zum Thema Pflegende Angehörige unter: https://www.berlin.de/sen/soziales/themen/pflege-und-rehabilitation/pflege-zu-hause/pflegende-angehoerige/#ma%C3%9Fnahme

SenGS-Pressemitteilung vom 04.05.2015 zur Woche der Pflegenden Angehörigen

Berlin entwickelt Anerkennungskultur für pflegende Angehörige
„Berliner Pflegebär“ für Menschen in der privaten Pflege – Ganze Woche mit umfangreichem Informations- und Kulturprogramm

Heute wurde die Woche der pflegenden Angehörigen eröffnet. Mehr als 170.000 Menschen in Berlin kümmern sich als Angehörige, Freunde oder Nachbarn um pflegebedürftige Mitmenschen im häuslichen Bereich. Für sie wird diese Woche bereits zum dritten Mal in Berlin durchgeführt.

Zur Auftaktpressekonferenz hat der Senator für Gesundheit und Soziales Mario Czaja den „Maßnahmenplan pflegende Angehörige“ vorgestellt. Der Maßnahmenplan wurde von der Fachstelle für pflegende Angehörige gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales erarbeitet. Er bietet einen Überblick über den aktuellen Stand des Unterstützungssystems und beschreibt den Handlungsbedarf in vier zentralen Feldern Anerkennungskultur, Beratung, Information und Öffentlichkeitsarbeit sowie Alltagsunterstützung.

Senator Mario Czaja dazu: „Ohne pflegende Angehörige gibt es keine ausreichende Pflege. Ihre tagtägliche schwere Arbeit wird gesellschaftlich aber noch nicht genügend gewürdigt. Deshalb ist es uns besonders wichtig, die Leistungen der pflegenden Angehörigen auch öffentlich anzuerkennen und vor allem zu unterstützen. Mit der Woche der pflegenden Angehörigen haben wir eine Anerkennungskultur für diese große Bevölkerungsgruppe etabliert. Mit dem heute vorgestellten „Maßnahmenplan pflegende Angehörige“ wollen wir diesen Weg konsequent weitergehen und die Informations-, Beratungs-, Unterstützungs- und Entlastungsangebote bedarfsorientiert weiter entwickeln.“

Frank Schumann leitet die Fachstelle für pflegende Angehörige des Diakonischen Werkes Berlin-Stadtmitte. Er betont: „Wer pflegende Angehörige unterstützen und entlasten will, muss sie zunächst ernst nehmen und ihre Leistungen anerkennen. Dazu ist ein wachsendes „Bündnis für pflegende Angehörige“ notwendig. Mit dem Unterstützernetzwerk der „Woche der pflegenden Angehörigen“ haben wir eine gute Basis, die durch einen Maßnahmenplan ausgebaut werden kann. “

Maßgeblicher Partner der Woche der Pflegenden Angehörigen ist die AOK Nordost. Der Geschäftsführer Pflege bei der AOK Nordost Hans Joachim Fritzen erklärt: „Neue Ideen und innovative Systeme sind für die Weiterentwicklung von Entlastungsangeboten unverzichtbar. Wer häuslich pflegt, hat knappe Zeitressourcen. Deshalb muss man Hilfeleistungen zu den Menschen bringen und dort anbieten, wo sie gebraucht werden. Darum haben wir unser Programm ´Pflege in Familien fördern – PfiFf` entwickelt. Pflegende erhalten dadurch bereits im Krankenhaus das erste Schulungsangebot.“

Am heutigen Eröffnungstag der Woche wird auch die Ehrennadel „Berliner Pflegebär“ verliehen. Hierbei werden, stellvertretend für alle, zehn Angehörige aus unterschiedlichen Pflegezusammenhängen geehrt. Auf diese Weise bekommt die häusliche Pflege, die meist im Verborgenen stattfindet, ein konkretes Gesicht..

Ein „Markt der Möglichkeiten“ bietet am Eröffnungstag mit einer „Wunschecke“ zahlreiche Informationen sowie die Gelegenheit zum Austausch und zur Mitwirkung bei der Weiterentwicklung der Berliner Angebote für pflegende Angehörige.

Fortgeführt wird die Woche durch Dampferfahrten, Kino, Tanzcafé, Konzerte sowie bezirkliche Veranstaltungen. Erstmalig gibt es einen Kinonachmittag für pflegende Jugendliche und junge Erwachsene sowie einen multikulturellen Abschluss auf dem Tempelhofer Feld.

Teil der Woche der pflegenden Angehörigen ist auch in diesem Jahr wieder die von den Pflegestützpunkten organisierte „Berliner Reisebörse“ im Berliner Verlag am 9. Mai von 10 bis 18 Uhr.

Alle Veranstaltungen sind für pflegende Angehörige kostenlos und werden durch ein breites Bündnis von Unterstützern aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen getragen. Sie dienen nicht zuletzt der Entspannung und dem Austausch pflegender Angehöriger: Sozusagen ein kurzer „Ausstieg“ aus dem Pflegekreislauf.

Eine Versorgung der Pflegebedürftigen kann durch Kooperationspartner unterstützt werden.

Informationen zur Woche der pflegenden Angehörigen

 

Verknüpfte Artikel:

Auftakt und Preisverleihung der „Woche der pflegenden Angehörigen“ am 04.05.2015

Paritätischer Fachtag "Selbsthilfe und Selbsthilfeförderung für Pflegende" am 5. Mai 2015 in Berlin

 

Im Kontext betrachtenswert ferner:

Diskussionspapier "80+ Gesundheitliche und pflegerische Versorgung hochaltriger Menschen"

Abgeordnetenhaus Berlin: Mobilitätshilfedienste in Berlin – chronisch gefährdet?

Ausschuss für Gesundheit und Soziales - Ausführungen zu Mobilitätshilfediensten am 22.09.2014

Presseinformation der Landesseniorenvertretung Berlin: "Neustrukturierung der Mobilitätshilfedienste in Berlin muss auf den Prüfstand"

 

 

 

Downloads:

pdf 15-0427 SenGS Massnahmenplan-pflegende-angehoerige-barrierefrei (954 KB)

Downloads für Mitglieder:

 

 

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