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Das Deutsche Zentrum für Altersfragen (DZA) hat für seinen „Report Altersdaten“ auf Grundlage der amtlichen Statistik des Deutschen Alterssurveys (DEAS) Familie und Partnerschaften im Alter untersucht. Im Mittelpunkt steht dabei die Struktur familialer und partnerschaftlicher Lebensformen von älteren Menschen sowie das Leben als Paar und dem gegenüber das Alleinwohnen im Alter. Ein weiterer Abschnitt widmet sich haushaltsübergreifenden Generationenbeziehungen.

Entgegen des Trends in der Gesamtbevölkerung habe der Anteil der Verheirateten über siebzig aufgrund der nicht mehr vom kriegsbedingten Männermangel betroffenen Jahrgänge in den letzten zwanzig Jahren zugenommen (1991: 47%, 2011: 63%). Auch die sich annähernde Lebenserwartung der Geschlechter wirke sich positiv auf ein längeres eheliches Zusammenleben aus. Obwohl gerade Frauen dementsprechend seltener als noch vor einigen Jahren von Verwitwung betroffen seien, sind sie im Alter fast viermal so häufig verwitwet wie Männer und leben ab einem Alter von 80 Jahren zum überwiegenden Teil in Einpersonenhaushalten (75%).  
Weiterhin steige die Zahl geschiedener Älterer. Scheidungen im höheren Alter seien zwar weniger häufig als im mittleren, aber sie nehmen zu. Eheschließungen würden mit höherem Alter selten. Wenn doch eine neue Ehen geschlossen werde, dann in der Regel mit einem jüngeren Partner. Unter diesen Eheschließungen nehme sowohl der Anteil von Folgeehen als auch der nichtehelicher Partnerschaften deutlich zu.
Obwohl folglich der Anteil derjenigen Älteren, die in einer Paarbeziehung leben, im Laufe der Zeit zugenommen habe, leben Männer und Frauen mit zunehmend hohem Alter weniger oft in einer Partnerschaft als das in jüngeren Altersgruppen der Fall ist.

Wenn ältere Menschen eine Paarbeziehung führten, dann bewerten 90% diese als sehr gut oder gut, wobei Frauen tendenziell etwas unzufriedener sind. Ursache dieser unterschiedlichen Wahrnehmung sei häufig die ungleiche Verteilung von Hausarbeit: Mehrheitlich trügen Frauen die Hauptlast der Hausarbeit; 20% seien aber mit dieser Aufgabenteilung nicht zufrieden.

Tatsächlich lebe bis zum 80. Lebensjahr ein sehr großer Teil der Bevölkerung in Privathaushalten. Nur 8% der  80- bis 89-Jährigen seien in einer Gemeinschaftseinrichtung untergebracht. Erst bei den 90-Jährigen und Älteren steige der Anteil auf 28%. Betrachte man aber den Anteil derjenigen, die in einer Einrichtung sterben, sei anzunehmen, dass ein Drittel der Menschen, die älter als 80 Jahre alt werden, die letzte Phase ihres Lebens in einem Pflegeheim verbringen.

Schließlich richtet der Report seinen Blick auf die Generationenstruktur von Familien und erkennt dort das Phänomen der „Bohnenstangenfamilie“: Die gemeinsame Lebenszeit der Generationen nehme aufgrund der steigenden Lebenserwartung zu, gleichzeitig nehme aber die Zahl der Personen pro Generation in Folge von sinkenden Kinderzahlen und zunehmender Partnerlosigkeit ab. Folge dieses Phänomens sei zum einen, dass weniger Personen potentiell Hilfeleistungen und Unterstützung innerhalb der Familie bieten können. Verstärkt werde diese Entwicklung dadurch, dass Kinder örtlich zunehmend weiter von ihren Eltern entfernt leben, wenngleich das nicht bedeute, dass sie weniger kontaktintensive und enge Beziehungen zu ihren Eltern haben. Mit Blick auf die Großelternschaft folge zum anderen, dass sich der Übergang zur Großelternschaft nach hinten verschiebe und ein steigender Anteil der Bevölkerung zeitlebens enkellos bleiben werde.

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