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Das Bundesfamilienministerium informiert am 6.7.2022 über die Einberufung der Neunten Altersberichtskommission
Sachverständigengremium soll Potenziale und Teilhabe älterer Menschen untersuchen

Mit dem Thema „Alt werden in Deutschland – Potenziale und Teilhabechancen“ wird sich die Neunte Altersberichtskommission der Bundesregierung befassen, die am 6. Juli von Bundesseniorenministerin Lisa Paus berufen wurde.

Lisa Paus: „Es gibt unzählige Aspekte des Älterwerdens. Die Erfahrungen und Herausforderungen sind unterschiedlich: Ob es um die große Gruppe der Babyboomer geht, um Menschen mit Migrationsgeschichte oder die queere Community. Mit dieser Vielfalt des Älterwerdens und den darin liegenden Potenzialen werden sich die Expertinnen und Experten der Neunten Altersberichtskommission in den nächsten zwei Jahren beschäftigen.“

Vielfalt und Teilhabe

Alt werden in Deutschland ist geprägt von großer Vielfalt. Die Sachverständigenkommission soll in ihrem Bericht die Unterschiedlichkeit der Lebenssituationen älterer Menschen aufzeigen. Bei der Beschreibung der Heterogenität des Alters und der Teilhabemöglichkeiten älterer Menschen sollen wesentliche Veränderungen der letzten Zeit sowie zu erwartende Entwicklungen in der nahen Zukunft aufgezeigt werden. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung der kommenden Jahre soll außerdem auf die Generation der Baby-Boomer geschaut und herausgearbeitet werden, welche gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen und Chancen mit deren Älterwerden in Zukunft voraussichtlich entstehen werden.

Der Expertenbericht soll bis Ende März 2024 vorliegen. Die Arbeit der Sachverständigenkommission wird begleitet von der Geschäftsstelle Altersberichte der Bundesregierung am Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA).

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/presse/pressemitteilungen/ministerin-paus-beruft-neunte-altersberichtskommission-199580

 

Das DZA informiert ergänzend:

Die Sachverständigenkommission zur Erstellung des Neunten Altersberichts der Bundesregierung hat am 06. Juli 2022 ihre Arbeit aufgenommen. Elf Expertinnen und Experten aus Psychologie, Sozialwissenschaft, Gerontologie, Pflege- und Gesundheitswissenschaft wurden von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Lisa Paus, beauftragt, bis zum Frühjahr 2024 einen Bericht zum Thema „Alt werden in Deutschland – Potenziale und Teilhabechancen“ zu erarbeiten.

Das Älterwerden in Deutschland ist geprägt von einer großen Vielfalt. Vor diesem Hintergrund soll die Kommission die Unterschiedlichkeit der Lebenssituationen älterer Menschen aufzeigen. Sie soll untersuchen, ob die Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe für alle älteren Menschen in gleichem Maße gegeben sind und wie Zugangschancen gesichert und gegebenenfalls verbessert werden können.

Um diesem Auftrag nachzukommen, wird die Kommission insbesondere die verschiedenen, sich oft gegenseitig verstärkenden Formen von Ungleichheit im Alter untersuchen. Sie wird sich mit Altersbildern und der Rolle älterer Menschen in der Gesellschaft befassen. Weiterhin wird sie den Ursachen und Erscheinungsformen von Altersdiskriminierung nachgehen und Vorschläge machen, wie die Rechte älterer Menschen gestärkt werden können. Dabei werden verschiedene Gruppen in den Blick genommen (z.B. ältere Menschen mit Migrationsgeschichte, LSBTIQ*-Personen). Die Kommission geht der Frage nach, wie soziale Beziehungen älterer Menschen und ihre Einbindung in soziale Netze gestärkt werden können, um Einsamkeit im Alter zu vermeiden. Dies berührt vor allem Angebote und Strukturen vor Ort, in den Kommunen.

Die Kommission soll aus ihrem Bericht Handlungsempfehlungen für die Politik ableiten.

Die Neunte Altersberichtskommission arbeitet unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Martina Brandt, Professorin für Sozialstruktur und Soziologie alternder Gesellschaften an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Technischen Universität Dortmund.

Weitere Mitglieder der Kommission sind:

Prof. Dr. Antonio Brettschneider, Professor für kommunale Sozialpolitik an der Fachhochschule Köln
Prof. Dr. Eva-Marie Kessler, Professorin für Gerontopsychologie an der Medical School Berlin
Prof. Dr. Susanne Kümpers, Professorin für Qualitative Gesundheitsforschung – Soziale Ungleichheit und Public Health Strategien, emeritiert (bis April 2022 an der Hochschule Fulda)
Prof. Dr. Sonia Lippke, Professorin für Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin an der Jacobs Universität Bremen
Prof. Dr. Ralf Lottmann, Professor für Gesundheitspolitik an der Hochschule Magdeburg-Stendal
Prof. Dr. Klaus Rothermund, Professor für allgemeine Psychologie an der Universität Jena
Prof. Dr. Liane Schenk, Professorin für Versorgungsforschung mit dem Schwerpunkt „vulnerable Gruppen“ an der Charité Berlin
Prof. Dr. Clemens Tesch-Römer, Leiter des Deutschen Zentrums für Altersfragen, Berlin
Prof. Dr. Andrea Teti, Leiter des Fachgebiets „Alter und Gesundheit“ und Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Vechta
Prof. Dr. Dr. Hürrem Tezcan-Güntekin, Professorin für interprofessionelle Handlungsansätze mit Schwerpunkt auf qualitativen Forschungsmethoden in Public Health an der Alice Salomon Hochschule Berlin.

 

Mehr zum Neunten Altersbericht unter: www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/neunte-altersberichtskommission-nimmt-arbeit-auf-199472

 

 

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