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Im Downloadbereich hinterlegt wurde die amtliche Statistik des Statistischen Bundesamtes mit Ergebnissen zur neuen Pflegeausbildung für das Jahr 2020.

Die entsprechende Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes findet sich unter:

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/07/PD21_356_212.html

Die Statistik nach der Pflegeberufe-Ausbildungsfinanzierungsverordnung 2020 weist erstmals Ergebnisse zur neuen Pflegeausbildung aus. Die Grundlage für die Statistik wurde mit dem Pflegeberufegesetz (§ 55, PflBG) gelegt. Die Statistik erhebt Informationen zu den in Ausbildung befindlichen Personen zur Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann, den Trägern der praktischen Ausbildung und den Pflegeschulen. Die Erhebung wird jährlich für das vorangegangene Kalenderjahr durchgeführt. Die Angaben werden dabei jeweils nach dem Stand vom 31.12. des Berichtsjahres erhoben. Die Statistik ist eine Totalerhebung mit Auskunftspflicht. Berichtspflichtig sind die zuständigen Stellen der Länder zur Finanzierung der Ausbildung. Erhoben werden die Daten auf Basis der Schülerinnen und Schüler in den Pflegeschulen.
Den Angaben zufolge wurden 2020 insgesamt 53.610 Ausbildungsverträge (trägerübergreifend) für eine Ausbildung nach dem PflBG abgeschlossen. Die Bundesdurchschnitt bei der Altersverteilung liegt zwischen 21-24 Jahren. Der überwiegende Anteil der Auszubildenden absolviert die Ausbildung in Vollzeit, während lediglich 507 Personen bundesweit in Teilzeit ausgebildet werden.

Aufschlussreich ist ferner die Differenzierung nach Trägern. Die theoretische Ausbildung erfolgt überwiegend an freigemeinnützigen Pflegeschulen. Zu den Trägern der praktischen Ausbildung  finden sich keine Angaben in der Pflegeausbildungsstatistik, da, nach Auskunft des Stat. BA, im ersten Jahr der Erhebung dieser neuen Statistik die Qualität der vorliegenden Daten eine Veröffentlichung nicht zuließen. Insgesamt muss bei der Betrachtung der Zahlen berücksichtigt werden, dass die Vergleichbarkeit der hier veröffentlichten Daten mit vorherigen Erhebungen zu Pflegeausbildungen nur eingeschränkt gegeben ist, da es sich um die erste Veröffentlichung von Zahlen nach der bundesgesetzlich vorgegebenen Datenerhebung handelt. Rückschlüsse auf Veränderungen können somit erst ab dem nächsten Jahr gezogen werden, wenn die zweite Statistik vorliegen wird.  Dies bedeutet auch, dass hinsichtlich des Erreichens der durch die KAP gesetzte Zielmarke von 10% Steigerung der Ausbildungskapazitäten erst mit den in den kommenden Jahren folgenden Statistiken Rückschlüsse möglich sind.
Ebenso sind mit den vorliegenden Zahlen zu den Ausbildungseintritten keine Rückschlüsse auf die tatsächlichen Absolvent*innen möglich, womit frühestens ab dem Jahr 2023 zu rechnen ist. Dann erst kann auch ein differenziertes Bild über den tatsächlichen Personalaufbau in den Pflegeberufen gezeichnet werden. Auch bieten die Angaben zu Ausbildungseintritten keine Erkenntnis über die Gesamtzahl der Pflege-Auszubildenden in Deutschland. Die Grundgesamtheit aller Auszubildenden in den Pflegefachberufen bleibt aktuell unbekannt.

 

Die Ergebnisse finden sich auch auf der Webseite vom Statistischen Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-Forschung-Kultur/Berufliche-Bildung/Publikationen/Downloads-Berufliche-Bildung/pflegeberufe-ausbildungsfinanzierung-vo-5212401207005.xlsx

 

Verknüpfte Artikel:

 


Downloads für Mitglieder:

spreadsheet Pflegeberufe ausbildungsfinanzierung vo 5212401207005 (464 KB)

 

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